Der Engelberg

Einkehr & Gebet - Gastfreundschaft & Begegnung

Auf dem Engelberg, dem südlichsten Ausläufer des Spessarts, liegt schon von weitem sichtbar unsere schöne Klosteranlage. Von der Ortschaft Großheubach aus führen 612 steinerne Stufen, die sogenannten „Engelsstaffeln“, hinauf zum Gotteshaus, das unter der Schirmherrschaft des Erzengels Michael steht.

Das Franziskanerkloster Engelberg ist ein Ort der Einkehr und des Gebetes, aber auch ein Ort der Gastfreundschaft und der Begegnung.

Seit 1630 sind die Kapuziner auf dem Engelberg als Seelsorger tätig. Nach der Säkularisation (1803) übernahmen 1828 die Franziskaner der Bayerischen Provinz auf Anordnung König Ludwigs I. Kloster und Wallfahrtsseelsorge auf dem Engelberg.

Klosterkirche

Willkommen zu Gottesdienst und Beichte

Das Franziskanerkloster Engelberg ist ein Haus des Gebetes und der Versöhnung.

Gottesdienste

Die Franziskaner bieten jeweils an den Werktagen eine Eucharistiefeier an (Sommer: 7:00 Uhr; Winter: 7:30 Uhr)
An Sonn- und Feiertagen kommen die Gläubigen aus nah und fern zu den gut besuchten Gottesdiensten: 9:00 Uhr und 10:30 Uhr.

Klicken Sie hier für die detaillierte Gottesdienstordnung.

Beichtgelegenheit

Samstags von 14:00 bis 15.00 Uhr.
Sonntags immer eine halbe Stunde vor Messbeginn: 8:30 Uhr und 10:00 Uhr.

Eine Besonderheit sind die an den Werktagen (Montag bis Freitag) angebotenen Beichtgelegenheiten am Vormittag und Nachmittag durch die Patres.
Jeweils von
10:00 bis 11:00 Uhr und
15:00 bis 17:00 Uhr.
Sie können mit der Beichtglocke in der Gnadenkapelle einen Priester rufen.

Melden Sie sich gerne auch telefonisch zu einem Beichtgespräch an:
P. Werner: 09371 / 94 8 94-12
P. Richard: 09371 / 94 8 94-11

Unsere pastoralen Angebote

Von Kirchenführung bis Trauung

Im Jahre 2019 gaben sich 21 Brautpaare in der Kirche das Jawort.
Die Patres bereiten die Brautpaare auf ihren großen Tag sorgfältig vor.
Die Brautpaare stammen meist aus der näheren Umgebung.

Damit im Zusammenhang feiern Ehepaare, die teilweise hier getraut worden sind, ihr Ehejubiläum. Die Jubilare nehmen das Angebot an den Sonntagen gerne an. Sie werden mit ihren Gästen beim zweiten Sonntagsgottesdienst um 10:30 Uhr eigens begrüßt.

Viele Gruppierungen, Vereine, Frauen- und Seniorenkreise, Firmlinge, Erstkommunionkinder, kirchliche und kommunale Gemeinden etc., bitten um Gottesdienste und/oder Kirchenführungen. Tendenz: Steigend.

Die Patres des Konventes werden auch immer wieder von Pfarreien zur Aushilfe in die näheren Ortschaften gebeten.

Die Franziskaner

Die Brüder auf dem Engelberg

Der Franziskanerorden hat sich in 800 Jahren von einer kleinen Bewegung zu einem der größten katholischen Männerorden weltweit entwickelt.

Auch in Deutschland wirken sie seit 1221. An der Spitze steht ein von den Mitbrüdern gewählter Provinzial. Das Provinzialat befindet sich in München.

Die apostolische Tätigkeit findet seither ihren Ausdruck in seelsorglicher Aushilfe, Volksmission, Wallfahrtsbetreuung und Exerzitien. Vor allem der Einsatz für die Armen, und die Menschen am Rand der Gesellschaft, zeichnet die Franziskaner aus. Auf dem Kloster Engelberg wirken sie seit 1828.

Die Franziskaner auf dem Engelberg: Von links nach rechts: P. Werner, Br. Antonius, P. Richard, P. Peregrin

Durchschnittlich dürfte die Gemeinschaft auf dem Engelberg die älteste Kommunität der Deutschen Franziskanerprovinz sein: 81 Jahre!

  • Unser Senior Pater Peregrin Freymadl stammt aus Niederbayern. Er feierte im November 2019 seinen 90. Geburtstag.
  • Bruder Antonius Grafe, unser Küster,  ist vor 87 Jahren im Münsterland geboren.
  • Pater Werner Reischmann lernte als Oberschwabe im bayerischen Internat erst bayerisch. Mit 76 Jahren spricht er beide „Sprachen“.
  • Pater Richard Heßdörfer muss sich hier als Unterfranke nicht anstrengen. Er ist unser Jüngster mit 72 Jahren.

Die Wallfahrt

Pilgerstation seit 700 Jahren

Bereits um 1300 fanden die ersten Wallfahrten auf den Engelberg statt, im Laufe der Zeit wurden die Pilger immer zahlreicher. Der zuständige Pfarrer von Großheubach bat den Bischof von Mainz um Hilfe. Die Kapuziner errichteten dann 1631 das erste Klostergebäude.

Nach wie vor kommen jährlich etwa 40 Wallfahrten aus der näheren Umgebung. Viele Pilger, die zum Wallfahrtsort Walldürn unterwegs sind, machen auf dem Engelberg Station. Eine der bekanntesten Walldürn-Wallfahrten ist die Köln-Porz Fußwallfahrt. Seit 1648 pilgern die Kölner jährlich mit rund 500 Teilnehmern von Köln-Porz über den Engelberg nach Walldürn.

Impressionen vom Engelberg

  • Erntedankaltar

Von Maria zu Michael

Die Geschichte der Kirche vom Engelberg

Die erste sichere Überlieferung zur Geschichte der Engelberger Wallfahrt und damit der Kirche stammt aus dem Jahre 1406. Ein Laie namens Johann von Schlager bemühte sich beim Kardinal Julianus, dem Bischof von Ostia, um die Gewährung eines Ablasses, da die Kapelle ruinös geworden ist. Wir dürfen davon ausgehen, dass diese Kapelle seit gut 80 Jahren bereits existierte. Der Ablass wurde gewährt, viele kamen zu den vier Ablassterminen und halfen damit, die baufällige Kapelle zu sanieren (Pfingsten, Dreifaltigkeitssonntag, Mariä Lichtmess und Mariä Verkündigung). Es sind also Marienfesttage, kein Michaelstag, der auf das Michaelspatrozinium schließen könnte. In der lateinischen Fassung lesen wir von dem Kirchlein, das der Gottesmutter geweiht war, die im Kreise der Engel verehrt worden ist („in monte angelorum“).

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Alte Litographie des Kloster Engelberg am Main. Nach der Natur gezeichnet von Scheuzer. Auf Stein gezeichnet von A. Borum.

Die „gottesdienstlichen Obliegenheiten“ versah bisher der Pfarrer von Großheubach. 1469 bereits erwähnt der Pfarrer von „Groß-Haydbach“, dass „von Schickung des allmächtigen Gottes von viel Seiten große Volksmengen jährlich und täglich Gnaden und Ablaß zu erleben daselbst, hier eine Zuflucht haben …“. Die Wallfahrt zum Engelberg erlangte im weiten Umkreis eine ziemliche Bedeutung.

1629 bitten die Großheubacher beim Mainzer Erzbischof und Kurfürsten Anselm Kasimir von Wamboldt um Errichtung eines Klosters bei der Kapelle „zu Ehren der seligen Jungfrau Maria und der Heiligen Engel“. Dieser bestätigt die Gründung eines Kapuzinerklosters auf dem Engelberg (15.06.1630) und für den 28.11.1630 die Niederlassung der Franziskaner in Miltenberg.

Der Bau des Kapuzinerklosters begann rasch (1631), die neue Wallfahrtskirche setzten die neuen Wallfahrtsseelsorger neben die bisherige Kapelle. 1637 schufen die Kapuziner die berühmten 612 „Engelsstaffeln“.

Wie zwei Querschiffe muten die beiden Kapellen an, die Ende des 17. Jahrhundert an die Klosterkirche angebaut wurden: Antoniuskapelle (1698) an der Nordseite und an der Südseite die Marienkapelle, die seitdem das Gnadenbild beherbergt.

Mit der Gegenreformation wechselte das Patrozinium der Marienkirche in eine dem hl. Erzengel Michael geweihte Kirche.

Die Klosterschänke

glauben & genießen

Im Jahr 1916 richteten die Franziskaner zur Verköstigung der Pilger eine Pilgerstube ein, die seither noch einige Male umgebaut und erweitert wurde. Die heutige Klosterschänke bietet mit ihren gemütlichen Gasträumen und dem Klostergarten über 300 Personen Platz und ist vom großen Parkplatz neben dem Kloster aus bequem zu erreichen. Im Juli 2006 wurde im ehemaligen Weinkeller der Klosterladen eröffnet.

Mehr Informationen zur Gastronomie auf dem Engelberg finden Sie auf der Webseite der Franziskaner Klosterbetriebe GmbH

Das Gnadenbild

Eine ganz besondere Statue

Das Zentrum unserer Wallfahrtskirche ist das Gnadenbild in der Marienkapelle. Viele Pilger kommen und beten schon seit Jahrhunderten vor dieser Statue.

Maria ist sitzend dargestellt. Jesus auf einer (gedachten) Sitzgelegenheit auf dem linken Knie seiner Mutter ruhend hält ein Buch in der Hand, auf das er zeigt. Sein Blick ist darauf konzentriert. Seine Mutter wendet sich nicht ihrem Sohn, sondern – wie auf ostkirchlichen Ikonen – mit weit geöffneten Augen dem Betrachter zu.

Die Figur wurde wohl im Zuge der Renovierung nach 1406 neu gefasst oder ausgetauscht, zeigt aber in der Aussage deutlich ältere, romanische Züge. Durch die Besitzungen der Deutschritter in Großheubach sind künstlerische Zusammenhänge mit der Deutschordenskirche in Marburg erkennbar.

Vermutlich stand auf dem Engelberg bereits Ende des 13. Jahrhunderts eine Marienkapelle.

Die Fürstengruft

Grablege der Familie zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg

Die fürstliche Familie zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg übernahm 1721 die Dorfherrschaft im evangelischen Kleinheubach. Für den katholischen Bevölkerungsteil baute die fürstliche Familie einen eigenen Friedhof.

Die ersten Beerdigungen des fürstlichen Hauses erfolgten in der Marienkapelle. Erst ab 1845 konnten die Verstorbenen der fürstlichen Familie in der an der Klosterkirche angebauten Fürstengruft bestattet werden.

Der Klosterfriedhof

Wir gedenken unserer Brüder

Neben dem Franziskusgarten ruhen die verstorbenen Mitbrüder des Klosters seit 1828.
Der frühere Friedhof der Kapuziner lag im oberen Teil des heutigen Weinbergs.
Hinweistafeln an der Nordseite der Kirche verweisen auf die Verstorbenen beider Orden.

Der Weinberg

Kerner, Müller-Thurgau und Bacchus

Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts pflegten die Klostergärtner auf den zur Südseite gelegenen Terrassen einen Weinberg.

Später legten sie auf dem großen Gemüseplateau hinter der Klosterkirche einen Weinberg an, der heute noch gepflegt wird und drei Weinsorten bietet: Kerner, Müller-Thurgau und Bacchus. Ab Herbst 2020 wird er an einen ansässigen Winzer verpachtet.

Der Wein wird im Klosterladen der Klosterbetriebe verkauft und steht auch auf der Getränkeliste der Klosterschänke.

Der Engelberg in 3D

Computermodell und Drohnenbilder

Herr Bernhard Oswald, der Senior der Firma Oswald in Miltenberg, bat mich im Frühjahr 2020 um die Erlaubnis, das gesamte Areal des Franziskanerklosters Engelberg mit dem Programm „SketchUp“ (dreidimensionale Modelle) nachbauen zu dürfen.

Er ist an historischen Gebäuden aus unserer Region sehr interessiert und konnte dann mit Hilfe vieler Besuche, seiner Fotos und unseren Bauplänen das Werk umsetzen. Durch die Firma Balles Medien fügte er Drohnenbilder ein, sodass dieser sehenswerte Film entstand, den er er dankenswerterweise unserer Homepage zur Verfügung stellte. Das Alter unseres edlen Spenders: Er steht im 90. Lebensjahr… Ad multos annos!

Im Namen des Franziskanerklosters Engelberg ein herzlicher Dank!

Kontakt

So erreichen Sie uns

Franziskanerkloster Engelberg
Kloster Engelberg 1
63920 Großheubach

P. Werner Reischmann ofm, Guardian
Tel. 09371 / 94 8 94-12
eMail werner.reischmann@franziskaner.de

P. Richard Heßdörfer ofm, Vikar
Tel. 09371 / 94 8 94-11
eMail richard.hessdoerfer@franziskaner.de

Web: www.franziskaner-engelberg.de

Anfahrt

Parkmöglichkeiten

In Großheubach angekommen folgen Sie einfach der Beschilderung zum Kloster Engelberg. Am Gelände selbst sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Von dort aus sind Sie nach 3 Minuten Fußweg am Kloster. Unsere gesamte Anlage ist behindertengerecht ausgestattet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Die Mitbrüder des Franziskanerklosters Engelberg